Sehenswertes am Rennsteig
Deutschlands "Grünes Herz" schlägt im Thüringer Wald und dort auf dem ältesten Höhenwanderweg, dem Rennsteig.

Sehenswertes am Rennsteig

Sehenswertes mit Entfernungsangabe vom Rennsteigbeginn in Hörschel

11 km Wilde Sau
Steinkreuz in Malteserform von 1483. Der älteste mit Jahreszahl versehene Stein auf dem Rennsteig. Gelegen auf einer kleinen Anhöhe(387 m) nördlich des Rennsteigs. Die Abbildung stellt einen Jagdunfall dar.
14 km Hohe Sonne
Gasthaus in 434 m Höhe. An dieser Stelle stand bis 1906 ein Jagdschloß des Herzogs Enst August von Sachsen-Weimar. Gute Aussicht zur Wartburg.
17 km Zollstock
Wegekreuzung mit offener Schutzhütte an der Stelle eines ehemals vorhandenen Bildstockes. Ein Abstecher zum Wachstein (575 m), mit hervorragender Aussicht auf die Hörselberge, Gotha und die Burgruine Scharfenberg, ist lohnend.
20 km Ruhlaer
Häuschen
Wegekreuzung mit offener Schutzhütte und Wegeobelisk. Im 17. und 18. Jahrhundert Standort mehrerer der Jagd dienender Gebäude( 629 m).
31 km Oberer
Beerberg
Porphyrfelsen in 841 m. Ausblick in das Inselsberger Loch, einem der größten Höhenunterschiede im Thüringer Wald.
32 km Großer Inselsberg
Markantester und meistbesuchtester Berg Thüringens (916 m). Die Fernsicht in alle Himmelsrichtungen ist stark wetterabhänig. So ist der Gipfel oftmals in Wolken gehüllt, andererseits besteht mitunter extreme Fernsicht bis zum Brocken im Harz. Der Rennsteig war hier Landesgrenze.
33 km Grenzwiese
Wegekreuzung in 723 m Höhe mit Gasthäusern. Die ehemalige Wiese war Grenze zwischen Sachsen und Gotha. Die volkstümliche Bezeichnung Kleiner Inselsberg ist eigentlich falsch, der Kleine Inselsberg befindet sich nördlich des Großen Inselberges.
40 km Possenröder Kreuz
Malteserkreuz mit der nachträglich eingemeißelten Inschrift Possenrod. Hier war ein Paßübergang für den mittelalterlichen Fernverkehr von Franken nach Thüringen.
43 km Ebertswiese
Sumpfiges Wiesengelände (710-790 m) mit vielen seltenen Pflanzen. Hier steht ein Berghotel mit Gaststätte und Quartiermöglichkeit. Eine von zwei Stellen im gesamten Rennsteigverlauf, wo ein Bach den Rennsteig kreuzt. 1km westlich ein Bergsee.
45 km Alte Ausspanne
Kreuzung des Rennsteigs mit der seit dem 14. Jahrhundert nachweisbaren Straße. Wegen der Steilheit mußten hier Vorspanndienste geleistet werden.
50 km Schmalkalder Loibe
Hier beginnen die schneesicheren Höhenlagen des Thüringer Waldes (881 m).
61 km Grenzadler
Ein Grenzstein mit dem preußischen Adlerschild gab der Wegekreuzung seinen Namen. Hier ist das Wintersportzentrum des Thüringer Waldes mit Biathlon- und Skistadion und Skilanglaufstrecken.
62 km Stein 16
Der auch als Hessenstein oder Scheffelstein bekannte Dreiherrenstein von 1734 trennte Hessen, Sachsen und Sachsen-Gotha.
63 km Rondell
Wegekreuzung mit Obelisk (826 m). Der Obelisk wurde zur Erinnerung an den 1830/32 erfolgten Bau der Chaussee Gotha-Suhl unter der Leitung des gothaischen Offiziers Julius von Pläncker, dem Vater der Rennsteigwanderung, errichtet.
  Rennsteiggarten
2 km östlich von Rondell und Rennsteig gelegen. Ein botanischer Garten für Gebirgsflora. Auf einer Fläche von 7 ha kann man ca. 4 000 Pflanzenarten aus den Gebirgen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas, Neuseelands und aus der arktischen Region kennenlernen.
68 km Großer Beerberg
Mit 982 m höchster Berg Thüringens. Unterhalb des Gipfels befindet sich, am Südwesthang, Plänckers Aussicht, mit 973 m die höchste Stelle des Rennsteigs. Es handelt sich um eine vom Rennsteigverein 1898 errichtete steinerne Sitzbank:
71 km Schmücke
Gasthaus an der Kreuzung des Rennsteigs in einer Höhe von 916 m. Der Name Schmücke ist seit 1642 vorhanden. 1812 besaß der herzogliche Pächter bereits die Gast- und Herbergsberechtigung. Gute Aussicht in östliche Richtung.
84 km Großer Dreiherrenstein
Der Stein aus dem Jahr 1596 trennte das Königreich Preußen, das Fürstentum Schwarzberg-Sondershausen sowie Sachsen. Hier ist genau die Hälfte der gesamten Rennsteigtour vorüber.
99 km Eselsberg
841 m, kurz hinter Masserberg mit einem 30 m hohen Ausichtsturm. Hier gibt es eine lohnende weite Aussicht in alle Himmelsrichtungen.
107 km Dreistromstein
Ein dreiseitiger Obelisk aus dem Jahr 1906. Er stellt die Wasserscheide zwischen den Flußsystemen der Elbe, der Weser und des Rheins dar. Der Sockel ist aus den für den jeweiligen Flußbereich typischen Gesteinen aufgebaut: Elbe Granit, Weser Grauwacke, Rhein Quarz.
111 km Sandberg
828 m hoch. An zwei Stellen herrliche Aussicht zum Schwarzastausee bei Scheibe-Alsbach. Der Stausee wurde 1937-42 als Hochwasserschutz und Trinkwasserreservoir erbaut.
129,8 km Kalte Küche
Hier war die Ausspanne der alten Heer- und Handelsstraße Nürnberg-Leipzig. 1757 erfolgte während des Siebenjährigen Krieges der Durchmarsch eines Korps Friedrich des Großen. 1806 überquerte hier eine Abteilung Napoleons Armee den Rennsteig.
129,8 km Naturpark-
Informationszentrum

Das Naturparkinformationszentrum Spechtsbrunn befindet sich im südöstlichsten Ausläufer des Naturparks Thüringer Wald, unmittelbar an der Landesgrenze zum Freistaat Bayern.

132 km Schildwiese
An der Schildwiese stehen ein Denkstein der ersten gesamtdeutschen Rennsteigwanderung 1990 sowie zwei Wappensteine aus den Jahren 1725 und 1789, die die alte Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern markieren.
137 km Waidmannsheil
In dem 1988 abgebrannten Waldhaus Waidmannsheil wurde 1896auf Initiative von Ludwig Hertel und Johannes Bühring der Rennsteigverein gegründet. Der Verein widmet sich seitdem der Erforschung und Betreuung des historischen Kammweges.
140 km Steinbach am Wald
An der Kreuzung des Rennsteigs mit der Bundesstraße 85 steht ein Obelisk aus dem Jahr 1850, der die Wasser- scheide zwischen Elbe und Rhein bezeichnet. Hier überquert auch die Eisenbahnhauptstrecke Berlin - München den Rennsteig. In dem Erholungs- und Ferienort, der zahlreiche Ubernachtungsmöglichkeiten bietet, ist die Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert so- wie das Freizeitzentrum mit Schwimmhalle sehenswert.
141 km Zigeunerbuche
Die Gedenktafel an der Zigeunerbuche erinnert an den Reformator Martin Luther, der im Jahr 1530 hier mit der Absicht vorbeikam, in Lehesten zu predigen.
150 km Hohe Tanne
Nach der sechsten und letzten Überquerung des ehemaligen Grenzstreifens gelangt man zur Hohen Tanne, wo früher ein Dreiherrenstein aus dem Jahr 1675 stand. Auch sein schmuckloser Nachfolger, der einst die Grenze zwischen Franken (SO), Bayern (SW) und Sachsen - Meiningen (NW) markierte, ist heute nicht mehr auffindbar.
154 km Rodacherbrunn
Am nördlichen Ortsrand von Rodacherbrunn kreuzt der Rennsteig die alte Landstraße von Kronach nach Lobenstein, die früher unter dem Namen Mittlere Handelsstraße" bekannt war. Unweit des Ortes, der schon im 16. Jahrhundert als Wirtshaus zum Rodiger Brunn genannt wurde, entspringt die Rodach.
168 km Blankenstein
Nach 168 km ist hier in Blankenstein an den Resten einer alten Selbitzbrücke - unweit der Mündung der Selbitz in die Saale - der Endpunkt des " Pläncknerschen Rennsteigs " erreicht. In dem Ort, dessen Gesicht weitestgehend durch die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal geprägt wird, endet die Eisenbahnlinie 565 von Saalfeld. Im Ort befinden sich zwei Gedenksteine, die an zwei berühmte Rennsteigwanderer erinnern. Der in Stein gehauene Wanderer stellt den Thüringer Heimatschriftsteller der Jahrhundertwende August Trinius dar. Der 1990 vom GuthsMuths – Rennsteiglauf - Verein gestiftete Stein wurde Julius von Plänckner, dem Ahnherrn des Rennsteigs, gewidmet.